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Hospizneubau in Essen-Gerschede

Baustart - Turm stellte Sicherheitsrisiko dar

13. April 2026 Allgemein
Ansicht Architekturskizze Hospizneubau

In Essen‑Gerschede begann letzte Woche  offiziell der Bau des neuen Hospizes Cosmas und Damian. Der Neubau entsteht in insgesamt 16 Monaten Bauzeit auf dem Gelände der ehemaligen Kirche St. Paulus und wird Gästen und ihren Angehörigen einen geschützten Ort der Ruhe bieten. 

Essen, 13. April 2026 – In Essen‑Gerschede begann letzte Woche offiziell der Bau des neuen Hospizes Cosmas und Damian. Das Grundstück hatte die Caritas-SkF-Essen von der Pfarrei St. Josef erworben.  Der Neubau entsteht in insgesamt 16 Monaten Bauzeit auf dem Gelände der ehemaligen Kirche St. Paulus und wird Gästen und ihren Angehörigen einen geschützten Ort der Ruhe bieten. Eine Grundsteinlegung ist für Sommer 2026 geplant.

Moderner Neubau mit elf Einzelzimmern

Der Neubau sieht elf Einzelzimmer vor, alle mit eigenem Bad und barrierefrei zugänglichem Balkon. Ergänzt werden diese durch wohnliche Gemeinschaftsräume wie ein Wohnzimmer, Essbereich, Küche und eine Loggia. Angehörige erhalten auf Wunsch die Möglichkeit, im Hospiz zu übernachten – entweder im Zimmer des Hospizgastes oder in einem separaten Angehörigenzimmer. „Der Anspruch ist, eine Atmosphäre zu schaffen, die Geborgenheit vermittelt und zugleich die Privatsphäre der Gäste respektiert“, erklärt Andreas Bierod, Geschäftsführer der Caritas-SkF-Essen gGmbH. 

Turm stellte Sicherheitsrisiko dar

Ursprünglicher Plan war es, den Turm in den Neubau zu integrieren. Bei der Prüfung der Gründung wurde jedoch deutlich, dass die Grundbruchsicherheit des Turms während der Ausschachtungsarbeiten und danach nicht gewährleistet werden kann, da dieser nicht standsicher ist. „Der Turm ist nicht nur während des Baus mit unkalkulierbaren Risiken für Leib und Leben verbunden“, erklärt Dipl.-Ing. Roland Riestenpatt, Geschäftsführer der Baugesellschaft Sudbrack. Da der Neubau zu einem großen Teil spendenfinanziert ist, sind die hohen Kosten für das Sichern und den Erhalt des Turms wirtschaftlich nicht vertretbar, so dass er unmittelbar zurückgebaut werden muss. „Die Spenden sollen in vollem Umfang unseren Hospizgästen und ihren Angehörigen zugutekommen“, so Andreas Bierod, Geschäftsführer der Caritas-SkF-Essen gGmbH.

Hospiz, ambulanter Hospizdienst und Förderverein unter einem Dach

Am neuen Standort an der Askaristraße hat bereits der Ambulante Hospizdienst Cosmas und Damian (AHD) seine Räume bezogen. Die Mitarbeiter:innen sind dann zukünftig in räumlicher Nähe zum stationären Hospiz für Ehrenamtliche und Ratsuchende als Ansprechpartner:innen präsent. Geplant ist, dass auch der Förderverein Cosmas und Damian vor Ort sein wird. Damit entsteht ein zentrales Kompetenz- und Begegnungszentrum, das Hospizgäste, Ehrenamtliche und Angehörige an einem Ort zusammenführt und kurze Wege ermöglicht.