Pflegende Angehörige erreichen ihre Belastungsgrenzen

Kurberatung informiert über mögliche Kuren

21. Juli 2020 Kinder, Jugend und Familie

Die Kurberatungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. (SkF) informiert über Beantragung, Finanzierung und Versorgung der zu pflegenden Angehörigen während der Kur. 

Mitarbeiterin Ursula Haneke wurde durch das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt „Zeit und Erholung für pflegende Angehörige in Nordrhein-Westfalen – Kurberatung für pflegende Angehörige“ speziell qualifiziert.

Viele Angehörige pflegebedürftiger Menschen erreichen derzeit ebenso wie Eltern mit Schul- und Kindergartenkindern ihre Belastungsgrenze. Vor der Corona-Pandemie konnten die Pflegebedürftigen zum Beispiel eine Tagespflege besuchen; Enkel, Nachbarn oder Ehrenamtliche unterstützten die Angehörigen. Eine Kur kann pflegenden Angehörigen die dringend benötigte Erholung bringen und helfen, ihre Gesundheit zu erhalten. Zu den pflegenden Angehörigen zählen auch pflegende Eltern, die ihr minderjähriges oder volljähriges Kind betreuen. 

Etwa zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen werden von ihren Angehörigen oder anderen Bezugspersonen zu Hause gepflegt. Diese oft unterschätzte Belastung bleibt nicht ohne Folgen: Pflegende Angehörige sind oftmals körperlichen, psychischen, finanziellen und sozialen Belastungen ausgesetzt; eigene Bedürfnisse müssen hintenanstehen – und das auch ohne Corona-Pandemie. Pflegenden Angehörigen ist häufig nicht bekannt, dass sie eine Kur, eine stationäre Vorsorge- oder Rehamaßnahme, in Anspruch nehmen können, um ihre Gesundheit und Pflegefähigkeit zu erhalten. Die ganzheitliche medizinische Maßnahme dient der körperlichen und seelischen Stärkung und berücksichtigt die individuelle Situation des Pflegenden. 

Ab sofort können Kurmaßnahmen wieder beantragt werden, da die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken unter Beachtung von Hygienevorgaben wieder öffnen dürfen. Die Kurberatung des SkF unterstützt dabei, die Versorgung des Angehörigen während der Kur sicherzustellen. In einigen Kliniken besteht beispielsweise die Möglichkeit den Pflegebedürftigen mitzunehmen oder in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung in der Nähe unterzubringen. Darüber hinaus unterstützt die Kurberatung bei allen Fragen zur Beantragung einer Kur, bei Fragen der Finanzierung und bei der Auswahl der Klinik.

Ursula Haneke von der Kurberatung des SkF wurde Rahmen des Projekts „Zeit & Erholung für pflegende Angehörige in NRW – Kurberatung für pflegende Angehörige“, speziell qualifiziert. Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

Weitere Informationen bei: 

Sozialdienst kath. Frauen Essen-Mitte e.V. 

Ursula Haneke

Dammannstr. 32-38

45138 Essen

u.haneke@skf-essen.de

Tel.:0201-319375600